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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Null-Leitzins ausgerufen. Was heißt das eigentlich? Wie wirken sich Zinsen auf uns alle aus? Eine kleine Serie zum Thema Geld…

VI: Niedrige Zinsen und meine Altersvorsorge

Niedrige Zinsen bedeuten nicht nur günstige Kredite für Unternehmen und Verbraucher, sondern auch mickrige Renditen für Sparer. Denn wenn Banken oder Versicherungen mit ihren Finanzanlagen selbst keine hohen Zinsen mehr erwirtschaften, müssen sie notgedrungen auch die Zinsen auf die Einlagen ihrer Kunden senken.

Für Sparer…

…sind dauerhaft niedrige Zinsen eine Katastrophe. Bekamen sie im Jahr 2007 im Schnitt noch rund drei Prozent Rendite auf ihr Tagesgeldkonto, sind es mittlerweile eher 0,3 Prozent. Bei vielen Banken und Sparkassen sogar deutlich weniger.

Was das ausmacht, macht ein Rechenbeispiel deutlich: Wer 10.000 Euro hat, die 30 Jahre lang mit einem Satz von fünf Prozent verzinst werden, hat er am Ende 43.219 Euro. Beträgt der Zinssatz dagegen 0,5 Prozent, bekommt der Sparer nur 11.614 Euro raus – ein gewaltiger Unterschied.

Die Altersvorsorge…

…vieler Menschen wird massiv entwertet“, sagt Nikolaus von Bomhard, Chef des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, zu dem auch Marken wie die deutsche Ergo gehören.

Die Versicherungen…

…bekommen die Zinsflaute besonders zu spüren – und mit ihnen ihre Kunden. Denn nicht nur normale Sparanlagen verlieren an Wert, auch wer eine Lebens- oder Rentenversicherung hat, muss damit rechnen, dass er im Alter deutlich weniger Geld rausbekommt als ursprünglich erhofft. Lag die laufende jährliche Verzinsung der deutschen Lebensversicherer im Jahr 2000 im Schnitt noch bei mehr als sieben Prozent, waren es 2015 gerade noch gut drei Prozent – Tendenz stark fallend.

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