Leidzins

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Null-Leitzins ausgerufen. Was heißt das eigentlich? Wie wirken sich Zinsen auf uns alle aus? Eine kleine Serie zum Thema Geld…

I: Zinsen – warum gibt es das?

In einer Marktwirtschaft hat alles seinen Preis, auch Geld. Wer es verleiht, möchte dies in der Regel nicht gratis tun, also verlangt er eine Art Leihgebühr, den Zins. Ökonomisch gesehen deckt der Kreditgeber damit Kosten ab, die ihm durch den Verleih des Geldes entstehen:

So kann er zum Beispiel in der Zeit, für die er das Geld verliehen hat, selbst nicht darüber verfügen und auch nichts damit erwirtschaften.

Hinzu kommt ein zu erwartender Wertverlust durch Inflation: Wer 100 Euro für ein Jahr verleiht, bekommt zwar 100 Euro wieder. Nach dem Jahr kann er sich dafür aber in der Regel nicht mehr so viel kaufen wie vorher, weil auch die Preise in der Zwischenzeit gestiegen sind.

Zudem trägt er das Risiko, dass der Kreditnehmer seine Schulden gar nicht oder zumindest nicht pünktlich zurückzahlen.

Das alles sind Nachteile, für die der Kreditgeber entschädigt werden will. Deshalb verlangt er Zinsen. Nach der Höhe des Zinssatzes richtet sich seine Rendite aus seinem Geldgeschäft.

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