Weltweit: Sri Lanka – scharfes Curry, Tee, Tempel und mehr …

Der kleine Inselstaat im Indischen Ozean ist für eines bekannt: das schärfste Essen. Doch Sri Lanka ist vieles mehr: traumhafte Strände, berauschende Berge, ewige Teeplantagen, stolze Tempel, abenteuerliche Safaris, beeindruckende Felsenstädten und mittelalterliche Züge – eine vielfältigstes Reiseland für jeden Geschmack.

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Anreise und Reiseplanung

Die Anreise einer jeden Sri Lanka Reise wird bis auf wenige Ausnahme über den internationalen Flughafen von Colombo (Bandaranaike International Airport, ca. 30 Kilometer von Colombo entfernt) erfolgen. Von hier aus stehen dann schließlich alle Reiserichtungen offen.

Ich persönlich hatte vorher keine festgelegte Reiseroute, der ich folgen musste, sondern wollte Sri Lanka einfach auf mich zukommen lassen.

Die Highlights von Sri Lanka sind im Prinzip über die ganze Insel verteilt, sodass es (fast) egal ist, ob man von Colombo zuerst zu den wunderschönen Stränden rund um Mirissa und Unawatuna, ins kulturelle Zentrum um Sigiriya, Anuradhapura und Polonnaruwa oder zu den Nationalparks von Yala und Udawalawe fährt.

Nur von einer Variante würde ich abraten: von Colombo direkt ins Hochland von Sri Lanka zu fahren, sprich nach Haputale, Ella bzw. Badulla. Dies habe ich nämlich gemacht und erst anschließend einen großen Nachteil dieser Reiserichtung festgestellt: mit dieser Fahrt durch die Mitte teilt man sich Sri Lanka gewissermaßen in zwei Hälften und muss dann irgendwo zur geografischen Schleife ansetzen, die ziemlich langwierig sein kann. Was ich genau meine, seht Ihr beim Blick auf meine Reiseroute (mit besonderer Beachtung auf die 10 Stunden lange Bustour vom Süden Sri Lankas nach Dambulla im Norden).

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Fortbewegen in Sri Lanka – TukTuk, Bus und Bahn

Apropos Zugfahrt und 10-stündige Bustour: Zug und Bus sind die beiden wichtigsten Verkehrsmittel in Sri Lanka. Gemeinsam mit dem TukTuk (den Taxi ähnlichen motorisierten Dreirädern) bilden Sie das Grundgerüst der Fortbewegung des kleinen Inselstaat.  Nur so viel in Kürze: eine Zugfahrt durch das Hochland von Sri Lanka ist ein Muss auf jedem Reiseplan. Die Aussichten sind einfach beeindruckend und die Zugfahrt an sich ist auch ein reines Erlebnis

Busse sind für alle Strecken wichtig, die von den Zügen nicht bedient werden oder wo der (zug-)Fahrplan einfach nicht passt. Die stinkenden, klapprigen und alten Busse fahren nahezu überall hin. Neben den schon genannten Eigenschaften wichtigste Merkmale: sie werden mit Menschen vollgestopft, bis auch der letzte Quadratmillimeter vergeben ist.

Last but not least stehen für kürzere Strecken noch die TukTuk’s zur Verfügung. Diese gibt es normalerweise wie Sand am Meer und warten nur so auf fahrbereite Touristen – aber: handeln!

oder doch fliegen? Achja, erwähnenswert ist noch Helitours, die eine interessante Auswahl an Inlandsflügen anbieten, u.a. von Jaffna oder Trincomalee nach Colombo. Somit lässt sich eine der langen Bus- oder Zugstrecken wesentlich abkürzen.

Colombo – Start und Ziel

Egal, wie man die Reise plant und sich fortbewegt, sie wird – wenn man nicht gerade am neuen und noch selten angeflogenen Flughafen Hambantota / Mattala (HRI) ankommt – definitiv in Colombo beginnen. Viele sehen Colombo mehr als ein Graus denn eine Chance, eine etwas andere Stadt kennenzulernen.
Colombo hat sich seit Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka extrem gewandelt. Während man damals als Tourist wohl kaum einen Fuß in die gefährliche Hauptstadt gesetzt hätte, ist sie heute sicher und einen Besuch wert. Der Markt ist lebendig, es gibt einige historische Sehenswürdigkeiten und wer dennoch Stadt und Strand miteinander verbinden möchte, wird in Mount Lavinia fündig.

Kandy – spirituelles Zentrum auf Abwegen

Nun aber auf in die Erlebnisse und Eindrücke von Sri Lanka. Meine erste Station war Kandy, eine Stadt etwas mehr als 100 Kilometer von Colombo entfernt. Berühmt ist sie vor allem durch den dort beheimateten Zahntempel, der Sri Dalada Maligawa. Angeblich soll hier der linke Eckzahn des historischen Buddhas lagern, was dem Tempel einen besonderen religiösen Kultstatus verleiht.

Leider kam bei unseren Besuch absolut kein Funken von religiöser Ausstrahlung oder Spiritualiät auf. Dies lag vor allem daran, dass die Besuchermassen – und dabei waren auch viele Gläubige, die die Puja (Andachtszeremonie) besuchten – nur so durch den Tempel geschoben wurden. Schlange stehen, schieben, drängeln – so stelle ich mir garantiert keinen Tempelbesuch vor.

Hochland von Sri Lanka – Teeplantagen unendlich

Viel beeindruckender ist da schon das Hochland von Sri Lanka. Nicht nur, dass sich hier der Zug schwerfällig durchschnauft und immer wieder eindrucksvolle Ausblicke freigibt, auch befindet man sich hier im Herzen der Teeproduktion von Sri Lanka.


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Um mich mit diesem Thema näher zu beschäftigen, legte ich einen Stopp im kleinen Dörfchen Haputale ein. Hier, fernab der Touristenströme von Kandy oden den beliebten Stränden, merkt man auch gleich, wie die ohnehin schon sehr ausgeprägte singhalesische Gastfreundschaft nochmals zunimmt. So wurden wir in unserem Gästehaus gleich einmal mit einer ordentlichen Tasse Tee sowie einem kleinen Schwätzchen empfangen.

Von Haputale aus ist es nur ein Katzensprung – sprich eine halbe Stunde Busfahrt oder 20 Minuten TukTuk – zu zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zum Thema Tee in Sri Lanka.

Die erste ist die Dambatenne Tea Factory. Diese besteht bereits seit 1890 und wurde damals von einem gewissen Thomas Lipton gegründet. Auch wenn sie heute grottenschlechte Führungen bietet (um genau zu sein war es die schlechteste Führung, die ich jemals irgendwo bekommen habe), ist ein Blick hinter die Kulissen der Teeproduktion interessant. Wieviel Tee wird pro Tag geerntet, wie wird das Teeblatt verarbeitet und wie kommt der Tee schließlich in den Beutel sind nur einige der Fragen, die hier beantwortet werden.

Die zweite Sehenswürdigkeit ist der Lipton’s Seat, ebenfalls benannt nach demjenigen, der auch heute Namensgeber für die berühmte Teemarke ist. Angeblich hat Thomas Lipton auf diesem mehr als 2000 Meter hohen Berg wichtige Personen getroffen oder einfach über weitere Innovationen in der Teeproduktion nachgedacht.

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Udawalawe Nationalpark – Safari mit Elefanten & Co.

Ein weiteres Highlight in Sri Lanka sind die zahlreichen Nationalparks, in denen sich Elefanten, Büffel, Leoparden und viele weitere Tiere tummeln. Hierzu gehören u.a. die Nationalparks von Yala, Udawalawe, Minneriya und Kaudulla.

Während Yala der am meisten besuchte Park ist und sich demnach dort (angeblich) die Jeeps nur so entlang der Pisten drängeln, entschied ich mich für den weitaus ruhigeren Udawalawe Nationalpark. Dieser befindet sich auf halbem Weg zwischen Haputale/Ella und der Südküste von Sri Lanka.

Die Safari durch den Park war gleich mein nächstes Highlight meiner Sri Lanka Reise. Vor allem Elefanten und Büffel sahen wir zu Genüge.

Die Südküste Sri Lankas: einsame Strände, tausende Palmen und Ruhe in Koggala Beach

Nach Stadtflair in Colombo, den Teeplantagen im Hochland und der beeindruckenden Safari folgte nun der nächste Kontrast im so vielfältigen Sri Lanka: die zahlreichen Palmen bewachsenen Strände an der Südküste. Über knapp 100 Kilometer von Tangalla im Osten bis nach Galle im Westen säumen sich hier einsame Buchten und perfekte Traumstrände. Ich entschied mich für einen kleinen unbekannten Ort Namens Polhena zwischen Mirissa und Matara und lag damit mehr als goldrichtig.

Sigiriya – Goldenes Dreieck, ein Teildavon

Von den paradiesischen Ausmaßen der Südküste folgt nun ein Sprung ins nördliche und kulturelle Zentrum von Sri Lanka. Leider musste hierfür eine 10-stündige Busfahrt herhalten, die so ganz und gar nicht paradiesisch und in den alten und engen Bussen Sri Lankas schon eine kleine Tortur war.

Nichts desto trotz mindert dies nichts an der historischen Bedeutung von Sigiriya, welches zusammen mit Anuradhapura und Polonnaruwa das Goldene Dreieck von Sri Lanka bildet. Alle drei Stätten waren in der Geschichte Hauptstädte und Königssitze in Sri Lanka. Die Überreste der damaligen Bauten sind heute noch sichtbar.

In Sigiriya ist dies eine alte Felsenstadt, die sich gewissermaßen in einem riesigen Monolithen befindet.

Wenn ich Sigiriya aus dieser Perspektive ablichte, kann das aber nicht ganz mit einem Besuch von selbigem einhergehen. Dies ist auch soweit richtig, denn zum Einenwaren mir die 3900 Rupien (ca. 23 €) Eintritt zu viel, zum Anderen wollte ich mich nicht mit tausenden anderen Touristen über die engen Leitern schieben.

Vielmehr besuchte ich lieber den völlig unbekannten Pidurangala Tempel, der sich nur einen Kilometer hinter Sigiriya befindet. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen riesigen Monolithen, der wie aus dem Nichts aus der Landschaft ragt. Dass der Tempel völlig unbedeutend ist, störte dann nach Erklimmung des Gipfels überhaupt nicht.

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Uppuveli und Nilaveli – im Nordosten gibt’s auch Strände

Vom Goldenen Dreieck ist es nur eine rund zweistündige Busfahrt nach Trincomalée, dem Zentrum im Nordosten von Sri Lanka. Hier gibt es nicht nur einen der größten Häfen des Landes, sondern auch alles an benötigter Infrastruktur (Banken, Supermärkte etc.) und eine (absolut unsehenswerte) Burg mit einem Tempel an deren Ende, der gerade komplett renoviert wird.

Trincomalée ist der Ausgangspunkt für die der Stadt nördlich zu Grunde liegenden Traumstrände in Uppuveli und Nilaveli. Besonders Uppuveli weiß mit seiner kilometerweiten Ausdehnung, der enormen Breite und einer sehr guten Sandqualität zu überzeugen und tritt in arge Konkurrenz zu den oben gezeigten Stränden im Süden um den Titel „bester Strand von Sri Lanka“.

Nilaveli und Uppuveli sind übrigens klassische Strandorte. Zwischen Straße und Strand gibt es unzählige Gästehäuser, Hotels und Tauchschulen, ansonsten allerdings nicht viel. Selbst wer außerhalb der Unterkünfte essen möchte, muss schon ein wenig suchen – oder alternativ nach Trincomalée fahren.

Einen Titel möchte ich dann aber doch noch vergeben: „bestgelegenster
Tempel“. Der Salli Muthumariamunam Kovil Tempel befindet sich nämlich in Uppuveli, etwas versteckt hinter dem Fishermans Creek, dafür aber wunderschön am Strand gelegen.

Wer übrigens keine Rundreise unternehmen kann und sich zwischen Nordost- und Südküste entscheiden muss, dem würde ich folgenden Rat geben: für wen das Schwimmen im Meer ein wichtiger Bestandteil ist, der ist in den ruhigen Gewässern in Uppuveli am Besten aufgehoben. Wer lieber kleine, versteckte Buchten entdeckt, Strände auch mal für sich allein haben möchte, dafür aber ggf. auch mal mit einer Roten Flagge (aufgrund von Strömungen und Wellengang) leben kann, der sollte sich unbedingt im Süden näher umschauen.

Ziele in Sri Lanka – es gibt viele mehr

Dies waren im Prinzip die wichtigsten Ziele in Sri Lanka. Wer noch mehr Zeit hat, kann noch ganz in den Norden nach Jaffna weiterreisen. Bei dieser Stadt, die überwiegend von den Tamil bewohnt wird (gewissermaßen dem im Bürgerkrieg unterlegenen Stamm), gibt es noch einmal ein ganz anderes Sri Lanka zu entdecken – schon alleine aufgrund der unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Hinzu kommt, dass dies bis vor wenigen Jahren wie der gesamte Norden eine höchst umkämpfte Zone war. Wer sich also für den 25 Jahre lang herrschenden und erst 2009 beendeten Bürgerkrieg interessiert, wird hier beeindruckende Zeitzeugen finden.

Zweites populäres Ziel, welches ich nicht besucht oder zumindest nicht oben im Text angerissen habe, ist die Arugam Bay. Dieser Strandort befindet sich an der Ostküste von Sri Lanka und ist ganz klar den Surfern vorbehalten. Die Wellen hier zählen mit zu den Besten der Insel.

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Das Essen auf der Insel – scharf, schärfer, Sri Lanka

Last but not least darf natürlich auch der Blick auf das Essen nicht fehlen – schließlich habe ich in der Reisebericht-Überschrift Sri Lanka schon das „Land des scharfen Currys“ genannt.

Damit wären wir auch direkt beim Nationalgericht von Sri Lanka, dem „Rice and Curry“. Dieses gibt es nahezu überall und in allen möglichen Formen: Hühnchencurry, Mangocurry, Fishcurry, Kartoffelcurry, Kichererbsencurry, Gemüsecurry und viele weitere Variationen.

In der Regel wird der Reis ohnehin mit mehreren Currys serviert, sodass es auch so schnell nicht langweilig wird. Und egal, welche Sorten man bekommt, alle haben sie eines gemeinsam: sie sind saumäßig scharf.

Das zweite Gericht, was ebenfalls Nationalstatus hat und weitläufig zubereitet wird, ist das Kottu. Je nach Bestellform (Chicken-Kottu, Gemüse-Kottu etc.) handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Teig, Gemüse und Ei. Das Besondere hieran: alles wird lautstark klein gehackt und anschließend gemeinsam angebraten. Das Ergebnis ist ein wirklich leckeres Gericht, was ich wie das Rice & Curry ebenfalls sehr lieben gelernt habe.

Dritter wichtiger Vertreter im Bunde sind die so genannten Short Eats. Dabei handelt es sich um gebratenes bzw. frittiertes Allerlei, die meist in praktischer Snackform aufbereitet sind. Dabei kann von Gemüse über Fleisch, Teig, Kichererbsen oder Nüsse alles frittiert werden, was dem Verkäufer kreativ einfällt.

Eine Sonderform des Short Eats – weil nicht frittiert – ist das Rotti. Hierbei handelt es sich um kleine dreieckige Teigtaschen, die in der Regel mit Gemüse oder Hühnchen gefüllt sind. Auch die Rottis sind allgegenwärtig und waren bei mir oft auch Ergänzung, wenn das Rice & Curry mal nicht ganz satt gemacht hat.

Auch für die Short Eats sowie das Kottu gilt: Vorsicht scharf! Selbst wer sich nur einmal fix etwas an der Straßenecke für Zwischendurch holt, sollte damit rechnen, dass es ihm ordentlich den Mund einheizt.

Daher auch meine Empfehlung: wer überhaupt kein scharfes Essen verträgt, sollte ernsthaft von einer Reise nach Sri Lanka absehen. Zwar wird in den touristischen Restaurants wesentlich milder gekocht, doch komplett wird man dem scharfen Essen nicht entgehen können.
Ich habe es geliebt – aber dafür auch einige Male wirklich bis in die letzte Pore geschwitzt.

Einen kleinen Nachteil hat die singhalesische Küche übrigens: sie ist wenig abwechslungsreich. Die oben vorgestellten Gerichte stellen meist das komplette Menü dar. Wer also Wert auf Vielfalt legt, sollte ebenfalls ab und an einmal ein etwas touristischer orientiertes Restaurant aufsuchen.

Einen kleinen Getränke-Tipp gibt es dann auch noch von mir. Eine Spezialität in Sri Lanka ist die so genannte King Coconut. Während ich sonst – vor allem in Grenada – ja überhaupt kein Fan des (fast) nach nichts schmeckenden Kokoswassers war, habe ich die King Coconuts mit Freude weggeschlürft. Das Kokosnusswasser dieser Art ist besonders süß und kräftig, sodass es wirklich einen leckeren eigenen Geschmack hat. Eine Kokosnuss kostet in der Regel zwischen 30 und 50 Rupie (ca. 0,20-0,30 €).

Und weil wir gerade bei der Kokosnuss sind, die es oft an Obstständen gibt, muss ich noch etwas in Bezug auf das Essen in Sri Lanka erwähnen. Es gibt unheimlich viele und leckere Früchte. Im ganzen Land warten nahezu unendliche Obststände, sodass man am liebsten überall etwas kaufen möchte – so bunt und einladend sehen diese immer aus.

Sri Lanka lohnt sich – Koggala Beach auch!

So wenig abwechslungsreich die Küche in Sri Lanka ist, so vielfältig ist das Land an sich. Es hat nahezu alles zu bieten und ich wüsste kaum jemandem, dem ich Sri Lanka nicht empfehlen würde (mit Ausnahme der erwähnten Essensvorlieben). Wer paradiesische Strände mag, kommt in Sri Lanka voll auf seine Kosten. Wer wandern möchte, hat im Hochland unzählige Möglichkeiten mit zudem fantastischen Landschaften. Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert, wird im Goldenen Dreieck sein Mekka finden. Und auch wer eine Safari machen möchte, wird in Sri Lanka fündig. Da ich an all diesen Dingen interessiert bin, war es für mich eine Reise voller Highlights und mit unheimlich viel Abwechslung. Müsste ich unter den vielen einmaligen Erlebnissen die schönsten Momente heraussuchen, würde ich wohl die Zugfahrt durch das Hochland von Sri Lanka, die Wanderung zum Lipton’s Seat sowie die Safari durch den Udawalawe Nationalpark wählen. Aber egal, welche Erlebnisse hier stehen, Sri Lanka hat soviel zu bieten, dass es wohl noch unendlich viel zu entdecken gibt.


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Weltweit: Cabo Verde – Salsa, Salz und Sand

Es gibt 15 Kapverdische Inseln, neun von ihnen sind bewohnt, keine wie die andere. Sie liegen vor der Westküste Afrikas, zwei Flugstunden von den Kanaren entfernt. Eine andere Welt – aber eine interessante.

Über und unter dem Wind

Die Inseln werden gemeinhin unterteilt in die sogenannten „Ilhas de barlavento“ – Inseln über dem Wind, wozu u.a. der Touristenmagnet Sal gehört – und in die „Ilhas de sotovento“ – Inseln unter dem Wind. Santiago und Fogo sind die bekanntesten davon.

Die Inseln waren lange Zeit alle unbewohnt, wurden erst im 15. Jahrhundert entdeckt. Wegen ihrer Lage auf halbem Weg zwischen Afrika und Amerika waren sie ideal als Umschlagplatz für den Sklavenhandel.

Drei Viertel der heutigen Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre alt, die durchschnittliche Kinderzahl schwankt zwischen 3 bis 7 Kindern pro Familie.
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, die höchste Erhebung ist der Pico do Fogo – 2.800 Meter hoch. Der letzte Ausbruch auf Fogo ist noch nicht allzulange her, und zwar 1995.

Praia – Metropole des Archipels

Die Hauptstadt des Inselstaates liegt auf der Insel Santiago und trägt den schlichten Namen : Praia.  120.000 Menschen leben hier. Das tropische Klima macht die Kapverden zu einem Ganzjahresziel. Es gibt unglaubliche 350 Sonnentage im Jahr bei Temperaturen zwischen 21 und 29 Grad.
Die Nationalsprache Kriolu gibt es nur gesprochen, eine Schriftform existiert nicht. Entstanden ist Kriolu aus der offiziellen Amtssprache Portugiesisch und afrikanischen Sprachen.

Flaches Sal – Salz, Strand und Sonne

Staubtrocken und heiß – Sal ist auf den ersten Blick nicht besonders malerisch, es ist die flachste Insel der Gruppe. Für Windsurfer, Taucher und Sonnenanbeter bietet es allemal ideale Bedingungen. Wie schon eingangs erwähnt scheint die Sonne an 350 Tagen im Jahr, Schatten gibt es nur, wenn man ihn selbst mitbringt. Von November bis Juni bläst ein kräftiger Passatwind.

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Santa Maria, bis in die 1970er Jahre hinein ein winziges Dörfchen, ist zur typischen Tourismusstadt geworden. Von Luxushotels über Pensionen bis zu Souvenirläden ist alles vorhanden.

Inselrundfahrt: Erste Station war die größte Stadt – 10.000 Einwohner – der Insel: Espargos, 3 km nördlich vom Flughafen gelegen. Sie ist nach den wie Spargel aus dem Sand sprießenden gelben Blüten einer Wüstenpflanze benannt, die wir aber nicht zu Gesicht bekamen. Von einem kleinen Aussichtspunkt hatte man einen guten Überblick über die Stadt und die Insel.

Das ehemalige Fischerdorf Palmeira:  ist zu einer Technikzentrale geworden.1983 wurde hier eine Meerwasser-Entsalzungsanlage gebaut.

Nach Norden, an der Küste entlang, führt die Piste zur Buracona, in deren natürlichem Pool sich das Meer bricht. Um die Bucht herum versucht man Palmen zu pflanzen bzw. großzuziehen, was aber sicher noch eine Weile dauern wird . Nur ein paar Meter weiter findet man ein ovales Loch in der Felsdecke, das “ Olho Azul“ ( Blaues Auge). Zwischen 11 und 13 Uhr bricht sich das Sonnenlicht im Meerwasser und bringt es zu intensivem, türkisblauem Leuchten.
Ein paar Kilometer landeinwärte konnten wir dann eine waschechte Fata Morgana bewundern, kein Wunder bei flimmender Wüstenhitze und Sand, soweit das Auge reicht.

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Höhepunkt jeder Inselrundfahrt ist ein Besuch von Pedra de Lume, was übrigens übersetzt “ Feuriges Gestein “ bedeutet. Hier findet man eine natürliche, ehemals industriell genutzte Saline im Krater des gleichnamigen Vulkans. Die Einsturzcaldeira misst etwa 900 Meter im Durchmesser, ihr Boden liegt unterhalb des Meeresspiegels. Da das umgebende Gestein porös ist, kann Meerwasser einsickern, verdunsten und als schneeweiße, glitzernde Salzschicht wieder an der Oberfläche erscheinen. Um 1970 ist endgültig schluss. Schließlich kaufte ein Touristikunternehmer die Saline und ließ den Weg entlang der Seilbahn herrichten, so dass man jetzt in den kleinen Tümpeln wohlige, entspannende Bäder nehmen und sich fast wie am Toten Meer fühlen kann.

Vielseitiges Fago – Gebirge und Kessel

Fogo , die viertgrößte Insel der Kapverden, hebt sich als ebenmäßiger Kegel fast 3000 m aus dem Meer . Der riesige Kessel im Zentrum , die Cha das Caldeiras, ist aus der Ferne nicht zu sehen und auch kaum zu erahnen. Über Lavafeldern steht sozusagen ein Berg auf dem Berg, vegetationslos und gigantisch: der Pico de Fogo.

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Fogo hat viele Gesichter : eine wilde Mondlandschaft mit Basalt-und Lavaflüssen, Steilküsten, Höhlen, fast tropisch anmutemde Vegetation mit Kaffee- und Bananenpflanzungen, halbfeuchte Nebelwälder, sanfte Hänge und nicht zuletzt Sao Filipe.

Mit 10.000 Einwohnern ist Sao Filipe der Hauptort auf Fogo . Im 16. Jahrhundert entstanden, gilt Sao Filipe als zweitälteste städtische Siedlung Capo Verdes. Die historische Altstadt konnte ihren Charme bewahren. Im Licht der untergehenden Sonne wirkten die Häuschen und Gassen stimmungsvoll und spiegelten ein besonderes Flair wieder. In den Tagen um den ersten Mai herum wird auf Fogo gefeiert, ganz Sao Filipe ist bis weit in den frühen Morgen hinein von Musik und lebhaftem Treiben erfüllt.

Tour zur Caldeira: Die Straße steigt durch sanftes Hügelland auf und führt weiter in Serpentinen zum Eingang in die Cha das Caldeiras. Eine letzte Kehre gibt unvermittelt den Blick auf den grauschwarzen Kegel des Pico de Fogo ( 2829m) frei. Auf einer hölzernen Tafel wird dem Besucher mitgeteilt, dass der Naturpark Fogo beginnt. Die Straße tritt nun ein in die Lavafelder. Der Anblick lässt sich schwer in Worte fassen: grauschwarze Kuhfladen, zu feinen Nadeln zerrissen, gedreht, gefaltet, gebrochen, die Vielfalt der Formen ist schier unerschöpflich.

Es gibt zwei kleine Dörfer am Nordwestrand der Caldeira. Der fruchtbare Vulkanboden sichert den Unterhalt durch Ackerbau, Viehzucht und nicht zuletzt durch Tourismus. Besucher machen sich frühmorgens regelmäßig auf, den Pico ( 4-7 h Gehzeit ) zu besteigen. Leider ließ uns unsere Reiseroute dazu keine Zeit, ein Grund wieder herzukommen.
Dank der schwarzen fruchtbaren Erde und des Mikroklimas hier reifen die angepflanzten Weintrauben hervorragend und ergeben einen ausgezeichneten Wein. In der Winzergenossenschaft darf man probieren.
Nach einer Mittagsrast mussten wir leider schon wieder Abschied nehmen. Am späten Nachmittag ging es zurück nach Santiago.

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Hauptinsel Santiago – Magnet und Zentrum

Santiago ist – wie eingangs erwähnt – die Hauptinsel des Archipels. Mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung lebt und arbeitet hier, die meisten in der Inselhauptstadt Praia im Süden. Santiago ist die landwirtschaftlich produktivste Insel. Afrikanische Kultur und Tradition haben das Eiland stärker geprägt als jede andere Insel. Die Geschichte Cabo Verdes ist in erster Linie die Geschichte Santiagos.

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Praias Altstadt liegt schachbrettartig angelegt auf einem Felsplateau. Man kann Spaziergänge durch die Altstadt machen. Malerisch gelegen ist der Präsidentenpalast , der Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Ein besonderes Flair bietet ein Bummel über den Mercado Municipal, wo es eine große Auswahl an kulinarischen Angeboten , vor allem Fisch, Obst und Gemüse, gibt.

Sehr interessant ist ein Ausflug zur ehemaligen Hauptstadt Cidade Velha = alte Stadt, die in der Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen wurde.
Auf dem Weg dorthin kommt man am Forte Real Sao Filipe vorbei, das gut 120 m über dem Meer thront und von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die „Alte Stadt“ hat.

Am 1520 errichteten Pelourinho (Pranger) wurden über Jahrhunderte Sklaven verkauft. Das heute inmitten des Ortes stehende Monument entspricht weitgehend einem Exemplar in Lissabon. Die Rua Banana, die Bananenstraße, besteht aus einer Reihe kleiner Häuschen, die das beste Zeugnis ursprünglich einfachster Kolonialarchtektur der ersten Jahre darstellen.

Im Norden der Insel, ca. zwei Fahrtstunden von Praia entfernt, liegt Tarrafal. Auf dem Weg dorthin kommt man durch Assomada, wo ein schöner farbenfroher afrikanischer Markt anzutreffen ist. Das historische Stadtzentrum lud zu einem Rundgang ein.Nur teilweise renoviert zeigen sich koloniale Gebäude in ursprünglichem Stil und Farben.

Tarrafal liegt an der Nordspitze Santiagos. Die Besucher zieht es hier wie magisch zum Strand : eine windgeschützte Bucht mit Palmen und hellem Sand, ein kleiner Fischerhafen ist auch vorhanden. Am Wochenende und an Feiertagen herrscht hier Hochbetrieb.

Capo Verde – ein weltweit unbekanntes Land im Atlantischen Ozean

Weltweit

Die Kapverden sind bei uns noch lange nicht so bekannt, wie sie es verdienen. Drei ganz unterschiedliche Inseln, die lohnen irgendwann wiederzukommen und weitere Inseln zu besuchen. Am schönsten soll es im November sein, da kurz nach dem Ende der Regenzeit dann alles grün sein soll. Die Kapverdianer sind arm, aber zufrieden: Hier gibt es keine Malaria, aber jeden Tag Mais und Bohnen…


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Weltweit: Hội An – Coole Häuser, schicke Kleider

Als Reiseziel ist Vietnam nicht immer einfach, aber mit Sicherheit lohnenswert. Auf meiner Rundreise durch diesen faszinierenden Küstenstaat in Südostasien komme ich auch nach Hội An – direkt am Meer gelegen, in der Provinz Quảng Nam.

Von Sandra-Kerstin Kahl

Hội An

Zwei Tage will ich mir Zeit nehmen für diese Küstenstadt in Zentralvietnam, in der rund 75.000 Einwohnern leben. Schon die Fahrt hierher ist allerdings etwas kompliziert. Ich komme mit dem Nachtzug aus Nha Thrang nach langen 11 Stunden Fahrt morgens um 8.30 Uhr am Bahnhof von Da Nang an. Von hier aus muss man noch eine halbe Stunde mit dem öffentlichen Bus fahren, um nach Hội An zur Busstation gelangen. Mit dem Moped-Taxi geht es im Nieselregen dann weiter zum Hotel. Die liegt auf der kleinen vorgelagerten Insel, über halb der Brücke Cau An Hoi.

Ich bin begeistert! Was für eine wunderschöne kleine Stadt. Kein Wunder, dass Hội auch das Venedig Vietnams genannt wird. Obwohl ich sehr müde bin – im Nachtzug mit 45 Jungmatrosen im Großraumabteil war kaum Möglichkeit, ein Auge zuzutun –, ist an Schlaf vorerst nicht zu denken.

Golden River – 15 Euro, Pool und Suppe

In meinem Hotel Golden River – gebucht über Agoda –, bekomme ich erstmal ein schönes, großes Doppelzimmer. 15 Euro die Nacht kostet es, Poolbenutzung inklusive. Da kann man nicht meckern!

Da ich Hunger habe und das Hotel kein Restaurant besitzt, werde ich einfach an der Hand genommen und bei den Hotelbesitzern an den Tisch in der Küche gesetzt. Freundliche erwartungsvolle Gesichter strahlen mir entgegen. Es gibt Pho-Bo Suppe und Glücksrollen. Klassische vietnamesische Küche, in familiärer Atmosphäre! Unheimlich gut!

Danach miete ich mir für einen Dollar pro Tag gegenüber am Kiosk ein Fahrrad. Ein etwas rostiges Gefährt und mit quietschenden Reifen. Dennoch beginne ich meine Erkundungstour.

Malerisch, am Quai entlang…

… über den Fluss, durch die kleinen alten Gassen geht die Fahrt. Die heutige Altstadt von Hội An ist die einzige Vietnams, die im Vietnam-Krieg 1955-75 nicht zerstört wurde. Auch wenn es touristisch ist, an Romantik ist Hội An dennoch kaum zu übertreffen. Die mit Lampions dekorierten Straßen, die kleinen Häuser im Kolonialstil mit Dachterrassen am Ufer des Flusses Thu Bon. Kleine bunte Fischerboote treiben still vorbei….

Hội An - Häuser

Hội An hatte einst den größten Hafen in Südostasien, Spuren aus der französischen Kolonialzeit sind noch überall zu finden. Es gibt einige historische (Lang-) Häuser zu besichtigen – darunter auch eine alte Apotheke –, die japanische Brücke, der Quan Công Miếu (Tempel von Quan Công), drei chinesische Versammlungshallen und sehr viel Kunsthandwerk. Hội An hat es mir angetan…. ob an den 4 km entfernten Strand Bai Bien Cua Dai Beach am südchinesische Meer zu radeln, frischen Fisch, Meeresfrüchte und Sonne genießen, oder eine Einkaufstour zu starten: Es bleibt kaum genug Zeit.

Schuhe, Röcke, Abendkleid – Handwerk vom feinsten

 

Hội An - Seide

Hội An ist auch die Stadt der Handwerker. Ob kunstvolle Seidenlampions, Schneidereien für Anzüge, Kleider, Röcke oder Mäntel, Schuhmacher und Täschner – oder Silberschmuck. Man bekommt hier gute Qualität und Können für wenig Geld. Und hat die Qual der Wahl: Lederjacke, Abendkleid, Anzug oder maßgefertigte Schuhe?

Und immer wieder Lampions

Abends schlendere ich über den Cho Dem-Nightmarket. Wieder gibt es viel zu sehen: Eingearbeitete Klapp-Postkarten oder Lack-und Holzwaren, Schmuck, Taschen und natürlich wieder Lampions , Lampions, Lampions . Ein Paradies für Souvenier-Jäger. Zufällig treffe ich auch eine Reisebekannte aus Saigon wieder. Cindy, gebürtige Brasilianerin. Wir verabreden uns auf einen Drink.

Hội An - Lampions

Nach einem guten Essen in einem der schönen Restaurants am Fluss und einem letzten Drink auf dem „Floating Boat“ gehen zwei wunderschöne Tage zu Ende. Aber warum eigentlich?

Spontan beschließe ich- ich bleibe noch in Hội An – 1, 2 oder 3 Tage! Und werde noch einen vietnamesischen Kochkurs besuchen…

 

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Weltweit: Wenn man an Kapstadt denkt, denkt man an Tafelberg, bunte Häuser, Tiere wie Pinguine und Strauße, leckeres Essen und Weine – und weite Strände natürlich sowieso.

Im Hochsommer mit Temperaturen bis über 30 Grad, der Zeitunterschied gerade mal eine Stunde. Geheimtipps für Kapstadt – zur besten Reisezeit, Attraktionen, Hotels und Restaurants.

Weltweit

Warum sollte jeder mal nach Kapstadt reisen?

Die Lage der Stadt ist einfach nur genial, im Westen der kalte Atlantik, im Osten die warme False Bay und inmitten der Stadt ragt der 1.000 Meter hohe Tafelberg.

Kapstadt bietet so viel: Strände en masse, ein vielfältiges Nightlife, eine leckere Küche, Weine, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Nicht zu vergessen: Kapstadt ist das perfekte Winterreiseziel, da im europäischen Winter dort Hochsommer ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Hochsommer ist von Dezember bis März, dann können die Temperaturen schon mal auf 35 Grad steigen. Aufgrund der Lage am Meer weht jedoch an den meisten Tagen eine leichte Brise, die für ein angenehmes Klima sorgt.

Die Monate vor und nach dem Hochsommer bieten sich zum Besuch auch noch an. Dann ist die Stadt nicht so überfüllt und die Temperaturen liegen für uns Europäer immer noch im warmen Bereich, sprich T-Shirt Wetter.

Welche touristischen Highlights in Kapstadt sollte man kennen?

Ist man fit genug, dann sollte man den berühmten Tafelberg ersteigen und nicht mit der Seilbahn hochfahren. Es gibt diverse Wege hinauf auf das Plateau, sowohl von Camps Bay als auch vom Botanischen Garten in Kirstenbosch ausgehend, die man in zwei bis drei Stunden bewältigen kann.

Kapstadt Tafelberg

Für den Tafelberg sollte man sich den ganzen Tag Zeit nehmen. Das Plateau ist riesig, zig Quadratkilometer groß. Die meisten Besucher tummeln sich auf wenigen Hektar in der Nähe der Seilbahn.

Entfernt man sich aber von diesem Trubel und läuft einige Kilometer, fühlt man sich plötzlich in eine Traumlandschaft versetzt. Die hier vorhandene Fynbosvegetation ist nur in einem kleinen Gebiet im westlichen Südafrika vorfindbar. Bei diesen Erkundungen stößt man zwangsläufig auf den nächsten lebenden Verwandten des Elefanten, mehr verrate ich jetzt aber nicht.

Einen atemberaubenden Ausblick erhält man von der Spitze des Lion’s Head, einem etwa 650 Meter hoher Berg gleich neben dem Tafelberg. Auch hier ist kraxeln angesagt. Jeder vergossene Schweißtropfen ist es aber wert, wird man feststellen, wenn man oben angekommen ist.

Kapstadt Tafelberg Aussicht

Einen Abend sollte man in Camps Bay verbringen. Die Atmosphäre ist so relaxt. Man sitzt in einem der zahllosen Cafés an der Beach Road und schaut der Sonne beim Untergehen zu.

Vor einem erstreckt sich der riesige Strand mit den Palmen, auf der Straße cruisen die Reichen von Kapstadt mit ihren Porsches & Co. hin und her und auf dem Gehweg flanieren die Schönen der Stadt. Beobachtungsobjekte ohne Ende.

Nicht verpassen darf man einen Tagesausflug entlang der gesamten Kaphalbinsel. Vormittags fährt man die Ostseite ab, stoppt in Orten wie Muizenberg und Simon’s Town, wo die berühmte Pinguinkolonie ist. Nachmittags passiert man Chapman’s Peak Drive und hält in Hout Bay.

Das Kap ist von einem riesigen Naturreservat umgeben, hier können Besucher Tiere wie Paviane, Zebras, Strauße und verschiedene Antilopenarten aus der Nähe betrachten. Das Kap selbst ist zwar in der Hochsaison ziemlich überfüllt, trotzdem ist der Besuch eins der Highlights einer Kapstadtreise.

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Welche Geheimtipps gibt es für Kapstadt?

Ein richtiger Geheimtipp ist der Heritage Square im Stadtzentrum. Ich war bestimmt schon zehnmal in der Nähe, bevor ich den Platz entdeckt habe.

Hierbei handelt es sich um ein architektonisches Juwel, ein komplettes Ensemble von Stadthäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die den Platz umschließen. Es gibt hier diverse Restaurants und ein Hotel. An extrem heißen Sommertagen ist es eine Wohltat, auf dem schattigen Platz zu sitzen und einen kühlen Drink zu genießen.

Weiterhin empfehlenswert ist eine Kanufahrt auf dem Orange River. Der Fluss ist zwar fünf Autostunden von Kapstadt entfernt, die organisierten Touren starten aber hier. Ich selbst habe eine viertägige Kanutour gemacht.

Kapstadt Strand

Man schläft unter freiem Himmel, man bereitet am Lagerfeuer sein Essen zu und genießt ansonsten die Landschaft. Ach so, ich vergaß zu erwähnen, dass es hier Wüste ist. Man paddelt also vier Tage durch die Wüste. Diese Tour kann ich jedem nur empfehlen.

In welchem Stadtteil sollten sich Besucher eine Unterkunft suchen?

Waterkant bzw. das angrenzende Green Point am Fuße des Signal Hill und in Laufweite zum Meer. Die Viertel liegen strategisch zwischen dem Stadtzentrum und den Badeorten Clifton bzw. Camps Bay.

Das Angebot an Bars, Restaurant und Clubs ist hoch. Außerdem gibt es hier noch eine kleinteilige gemütliche Bebauung mit vielen Gebäuden im viktorianischen Stil.

Welches Essen ist typisch für Kapstadt? Und hast du Restauranttipps?

Die südafrikanische Boerewors ist der Vetter der deutschen Bratwurst, echt lekker. Südafrikaner grillen genauso gerne wie wir, hier heißt es Braai. Typische Grillobjekte sind Fleisch vom Rind, Schwein und diversen Wildtieren. Weniger Wagemutige probieren Antilope oder Strauß, mutigere Krokodil.

Als Stadt am Meer ist Seafood in Kapstadt groß angesagt. Garnelen sind der absolute Traum.

Die Auswahl an Restaurants ist unermesslich. Eine gute und preiswerte Option für Seafood ist Oceans Basket, eine Restaurantkette, die zahlreich vertreten ist. Wer sich in Kapstadt etwas auskennt, meidet die hochpreisigen Restaurants an der Waterfront.

Kapstadt Meer

In Green Point, Sea Point und an der Waterkant findet man bei einem Rundgang eine Vielzahl von Restaurants, nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte kann man sich dann entscheiden.

Jedes Jahr kürt das Gourmetmagazin eat-out.co.za die besten Restaurants der Stadt. Zum dritten Mal in Folge wurde The Test Kitchen (The Old Biscuit Mill, 375 Albert Rd) im Stadtteil Woodstock zum Sieger gekürt. In den Gerichten werden südafrikanische mit asiatischen Zutaten vereinigt. Das Restaurant liegt auf dem Gelände der Old Biscuit Mill, einem berühmten Markt.

Wo man in Kapstadt abends gerne weg?

Meistens im Stadtzentrum, aber nicht unbedingt auf der Long Street. In den Parallelstraßen und Seitenstraßen zur Long Street gibt es eine Vielzahl von Bars und Clubs.

Ist Kapstadt weltweit ein teures Reiseziel?

Definitiv nein. Die südafrikanische Währung schwächelt seit einiger Zeit dramatisch, für uns Eurobesitzer ist Südafrika ein äußerst preiswertes Reiseziel. Die südafrikanische Währung schwankt im 10 Jahres Zeitraum zwischen 8 und 15 Rand gegenüber dem Euro, aktuell sind es 15 Rand. Ein Essen in einem normalen Restaurant kostet zwischen 60 und 100 Rand, also zwischen 4 und 7 Euro.