Gold als Wertanlage

Gold macht sinnlich, es ist sicher, verlockend und teuer. Und Gold ist wieder gefragt. Wie kommen Sie eigentlich an Gold? Hier ein paar Ideen – nicht nur in Zeiten von Trump und Co.

Von Wolfgang Thomas Walter

 

Physisches Gold

Die klassische und älteste Methode für Goldinvestments ist das physische Gold. Hier bieten sich einerseits Barren als auch Münzen an. Für Anleger in physischem Gold ist der Goldpreis in Euro maßgeblich. Für das Anlageergebnis spielt also der Euro-Dollar-Kurs eine große Rolle: Ist der Euro schwach, gewinnt der Anleger verglichen mit der international betrachteten Goldnotierung in Dollar etwas dazu – und umgekehrt.

Barren und Münzen

Goldbarren gibt es normalerweise in einer Stückelung von einem Gramm bis zu einem Kilo. Bei Münzen dominieren nicht etwa teure Sammlermünzen aus dem 19. Jahrhundert, sondern sogenannte Anlagemünzen wie der südafrikanische Krügerrand oder US-Goldmünzen sowie der kanadische Maple Leaf. Vier Größen sind üblich: eine Feinunze (31,1 Gramm), eine halbe, eine viertel und eine zehntel Unze. Sowohl für Barren als auch Münzen gilt:

Richtig stückeln

Je kleiner die Stückelung, desto liquider ist man im Krisenfall. Aber: Desto höher sind auch die Ankaufsgebühren. Ein Beispiel. Beim kleinsten Goldbarren kostet ein Gramm derzeit rund 34 Euro, beim Kilo-Barren allerdings nur rund 31 Euro.

Sicher ist teuer

Die Nachteile von physischem Gold: Klassischerweise wird das Edelmetall in einem Bankschließfach gelagert; das kostet Gebühren. Außerdem ist die Preisspanne zwischen An- und Verkaufskurs relativ hoch. Sie reicht von 2,5 bis zu mehr als 50 Prozent, je nach Marktgängigkeit des entsprechenden Investments.

Alternative Gold-Fonds

Deutlich preisgünstiger  ist ein börsengehandelter Gold-Fonds wie beispielsweise der Lyxor Gold Bullion Securities (ISIN: DE000A0LP781). Dieser bildet die Preisentwicklung einer Feinunze Gold in Euro gerechnet abzüglich der Gebühren eins zu eins ab und ist nach Angaben der Fondsgesellschaft mit physischem Gold unterlegt. Erhöht sich die Anzahl der Anteile, so wird dem hinterlegten Gold weiteres Gold in Form von Goldbarren hinzugefügt.

Gold-Zertifikate

Auch beliebt: Gold-Zertifikate. Zunächst sollten Anleger beachten, dass sie damit in der Regel auf den Goldpreis in Dollar setzen. Zertifikate sind zudem normalerweise nicht mit richtigem Gold unterlegt. Kritiker sprechen daher auch verächtlich von „Papier-Gold“. Geht der Emittent pleite, ist das angelegte Geld mit großer Wahrscheinlichkeit komplett verloren. Denn Zertifikate sind Schuldverschreibungen, und die sind normalerweise „nachrangig“, das heißt, Anleger werden im Konkursfall nach den anderen Gläubigern berücksichtigt.

Und noch was – Goldminen

Aber auch Engagements in Goldminen sind möglich. Für Anleger, die sich daher keine einzelnen Gesellschaften ins Depot legen wollen, gibt es eine große Auswahl an passiv (ETFs) und aktiv gemanagten Goldminenfonds.

One thought on “Sicher in Gold anlegen – es gibt viele Möglichkeiten

  1. […] Finanzcrash kommen, bei dem alles Papier untergehen wird. Die einzigen, überlebenden Werte werden Gold und Silber sein. Diese werden in Zukunft auch das neue Geld in einem neuen Goldstandard […]

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