euro-1209783_960_720

2015 war das „Jahr des Falschgeldes“. Noch nie zuvor wurden in Deutschland so viele Blüten im Umlauf gebracht – vor allem 50-Euroscheine. Heute wird der neue „Fünfziger“ vorgestellt, fälschungssicher denn je.

4,5 Millionen Euro wurden in Deutschland vergangenes Jahr an Falschgeld sichergestellt – eine Million mehr als 2014. Insgesamt hat die Deutsche Bundesbank im vergangenen Jahr rund 100.000 Falschgeld-Scheine registriert. Beliebt bei Fälschern sind traditionell die „falschen Fuffziger“.

Neue 50-Euroscheine 2017

Jetzt also gibt es – bald – neue Scheine, mit den Hologrammen versehen, wie wir sie schon von den neuen 5-, 10- und 20-Euroscheinen kennen. Weitere Sicherheitsmerkmale sind das traditionelle Wasserzeichen und ein integrierter Faden sowie Lichteffekte und Farbwechsel. Bis wir den Schein in den Händen halten, dauert es noch bis Frühjahr 2017. Die 500-Euro-Scheine, ebenfalls begehrtes Fälschergut,  will die Europäische Zentralbank indes ganz abschaffen.

Geschälscht wird überall

Die Fälscher sitzen heute gern in Südeuropa. Dort haben deutsche Behörden ein bandenmäßig organisiertes Geschäft registriert. Auch in Asien gibt es Fälscherwerkstätten, weil sie dort ihre Spuren leichter verwischen können: vom Zugang zum Spezialpapier bis zu den ganzen Schnipseln, die bei der Entsorgung verdächtig aussehen.

Doch auch in Deutschland wird gefälscht. In Bayern hat die Polizei im Frühjahr eine sehr professionelle Fälscherwerkstatt ausgehoben. Es wurden hochwertige Drucker sichergestellt, Chemikalien um das Papier zu behandeln und Folien, die Sicherheitsmerkmale simulieren.

Auch das Hologramm gibt es mittlerweile zum Aufkleben – alles bestellbar im verschlüsselten Internet. Doch werden diese Scheine gegen das Licht gekippt, erkennt man: Folie ist etwas anderes als Prägung. Auch die Farben unterscheiden sich vom Original und zudem fühlt sich der Schein auch anders an als eine echte Banknote. Die Blüten von heute sind zwar besser denn ja, aber doch weiter erkennbar gefälscht.

Achtung Falschgeld

Übrigens: Wer eine Blüte in die Finger bekommt, sollte lieber zur Polizei damit gehen und nicht leichtfertig damit bezahlen. Denn allein mit der Weitergabe kann man sich schon strafbar machen. Es drohen Freiheitsstrafen von nicht unter einem Jahr.

Leave a Comment