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Nein, der 8. November war kein schwarzer Tag für Warren Buffett. Hillary hat verloren – und jetzt zählt er zu den größten Gewinnern der Trump-Euphorie an den Börsen. Beide haben etwas gemeinsam.

Der 8. November war für Buffett ein schwarzer Tag. Politisch wohlgemerkt, wirtschaftlich das Ganze dagegen anders aus – der weiter aufwärts.Investor kletterte seitdem im Ranking der Superreichen

Die Wahl des politischen Gegners zum US-Präsidenten hat Buffett sieben Milliarden Dollar gebracht, und in der Liste der Superreichen mit 71,1 Milliarden Dollar auf den zweiten Rang nach oben katapultiert. Na ja, Microsoft-Gründer Bill Gates hat mit 88,5 Milliarden noch ein klein bisschen mehr…

10 % Plus – aber hallo

Buffett ist Lenker und größter Anteilseigner der Investmentholding Berkshire Hathaway. Und das Konglomerat hat seit dem Wahl-Sieg Trumps rund zehn Prozent an Wert gewonnen. Seit Jahresanfang legte die Aktie sogar um 20,2 Prozent zu, was ungefähr drei Mal so viel ist wie der Zuwachs des breiten Vergleichsindex S&P500.

Schon zuvor war die Aktie der Buffett-Holding Bershire Hathaway die höchstnotierte Aktie der Welt. Doch nun stieg sie auf einen absoluten Rekordwert von 238.589,98 Dollar.

Buffett hatte sich einen anderen Wahlausgang gewünscht. Im Wahlkampf hatte er einiges unternommen, um Trump zu verhindern.

Buffett spendete Millionen für den Wahlkampf der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton…

Buffett – Legende des Kapitalismus

Schon vor dem Urnengang war der 86-jährige Buffett mit 64,3 Milliarden Dollar märchenhaft reich. Es ist seine kluge Art, Kapital in die richtigen Firmen zu investieren, die die Basis dafür legte. Als er 1962 in Berkshire Hathaway investierte, war die Aktie lediglich 7,60 Dollar wert, ein Bruchteil des heutigen Kurses.

Die Milliarden, die nach dem Trump-Sieg dazu kamen, machen für den Finanzguru keinen wirklichen Unterschied. Längst ist Buffett eine Legende unter den Investoren – und er verkörpert das, was den amerikanischen Kapitalismus groß gemacht hat und der seinen Reichtum vor allem spendet. Seit 2006 gibt er jedes Jahr fünf Prozent seiner Berkshire-Aktien der Bill & Melinda Gates Stiftung und anderen Organisationen.

Buffett steht in den Augen vieler für einen ehrlichen Kapitalisten, der ganz unprätentiös den amerikanischen Traum verwirklicht hat. Der bodenständige Investor isst am liebsten Burger, trinkt Cherry-Cola und knabbert Erdnüsse. Seinen Reichtum baute er sich Stück für Stück selber auf.

Seine erste Steuererklärung machte er im Alter von 13 Jahren. Er setzte 35 Dollar für sein Fahrrad ab, als Betriebsausgabe…

US-Firmen sind sein Kredo

Trump dagegen hat sich im Laufe seine Lebens einen Ruf als trickreicher „deal maker“ erworben, dem durch das Erbe bereits der Gutteil des Vermögens in die Hände fiel. Auch sein soziales Engagement könnte in keinem größeren Kontrast zu Buffett stehen. Dass er jahrelang keine Steuern gezahlt hat, erklärte er schlicht damit, dass er „smart“ ist.

 Buffett und Trump  – ehrlicher Kapitalismus mit etwas  Trickserei am Ende…

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